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Ab 1. Juli beginnt eine neue Ära im TT Sport. Auf den Zelluloidball folgt die Plastikkugel. Eines der letzten Produkte, welche aus Zelluloid hergestellt werden, ist der Tischtennisball. Damit soll bald Schluss sein. Der Weltverband ITTF schreibt bei internationalen Turnieren nun das Spiel mit Plastikbällen vor.
Es gibt einen gewichtigen Grund, der für den Wechsel angeführt wird. Zelluloid, ein im 19. Jahrhundert erfundenes Thermoplast aus Cellulosenitrat und Campher, brennt wie Zunder. Zu 80 Prozent gleicht das Produktionsverfahren herkömmlicher Tischtennisbälle der von Sprengstoff des Typs Nitroglycerin. Gefahren drohen schon bei hochsommerlichen Temperaturen. Vermutlich aufgrund der Luftausdehnung im Innern der Bälle explodierte in Hongkong 2001 bei brütender Hitze in einem Container eine halbe Million Tischtennisbälle. Mangelnder Arbeitsschutz und damit verbundene Gesundheitsgefahren in den produzierenden Ländern Asiens lassen daher ein Auslaufen der Produktion aus Sicht des Tischtennis-Weltverbandes (ITTF) ratsam erscheinen. Das gilt auch für den Vertrieb. Tischtennisbälle gelten als Gefahrgut und dürfen nicht in Päckchen oder Paketen. Sie müssen für den Transport speziell verpackt werden. Ein immenser Aufwand für die kleinen Kugeln. Und selbst dann befördert sie nicht jeder. Ein großer deutscher Paketdienstleister weigert sich bis heute, Tischtennisbälle auszuliefern.
Die Akustik irritierte beim Test von Plastikbällen. Statt vertrauten hellen „Ping“- und „Pong“-Geräuschen sollen die Plastikkugeln dunkle „Pock“-Töne von sich geben - wie ein kaputter Zelluloidball. Auch die Flugbahn unterschied sich merklich von dem herkömmlicher Bällen.

 Nach fast 90 Jahren hat der Zelluloidball ausgedient. Rund läuft der Wechsel nicht. Auf Bundesebene sind die neuen Plastikbälle in der kommenden Saison bereits Pflicht. Auf Verbandsebene bleibt es den Vereinen überlassen, wahlweise mit Plastik oder Zelluloid zu spielen, bevor 2015/2016 nur noch Plastikbälle im Einsatz sein dürfen. Leider verzögert sich die Produktion der neuen Plastikbälle -Trainingsbälle sind ebenfalls nur wenige im Angebot-, so daß sich der Tischtennisbezirk Heilbronn und wohl auch viele Vereine, auch der SC Ilsfeld, dazu entschieden haben eine letzte Saison mit den Zelluloidbällen zu spielen. Somit bleibt auch ein wenig mehr Zeit sich an den neuen Klang zu gewöhnen.

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